Freitag, 5. Februar 2010

Hola a todos;)
Nach langer Zeit schreibe ich euch dann doch mal wieder eine Mail. Meine Zeit in Lateinamerika habt ihr ja gut über den Blog nachverfolgen können. Unsere Reise geht jetzt hier so langsam zu Ende. Malte fliegt am 09. Von Santiago aus zurück nach Deutschland. Unsere letzte Station ist Mendoza, wo wir hoffentlich noch Raften können und vor allem wo wir dann ggf. noch eine kleine Weintour machen. Dort treffen wir uns dann auch noch mit Santiago, einem Argentinier der mit mir im Studentenwohnheim in Valdivia gewohnt hat. Ich freue schon ihn wiederzusehen. Gerade höre ich nebenbei beimschreiben die ganzen Songs, die für mich zu meiner Zeit in Chile dazugehören.
Wie ihr bereits alle mitbekommen habt, habe ich wirklich eine schöne Zeit gehabt, unglaublich viel erlebt und wunderbare Menschen kennengelernt. Es hat sich gelohnt und Lateinamerika hat mich für meine Entscheidung es zu besuchen auf jeden Fall belohnt. Besonders bei der anderen oder anderen Person bin ich glücklich sie kennengelernt zu haben. Ein wenig etwas von der lateinamerikanischen Gelassenheit und Spontanität für den Tag werde ich mir sicherlich behalten. Kulinarisch haben mir die Empanadas, das Curanto aus Chiloe und das argentinische Rindsteak sicherlich neue Anreize für neue Kochabende/Schleck-Abende/WG-Abende beschert. Also wird meine Küche auf jeden Fall erweitert. Das Essen aus dem Studentenwohnheim lasse ich dann doch eher auf der Liste erträglich;)Kann man aber auch einfach mal essen;) Der Mate danach mit den Argentiniern und anderen Austauschstudenten bleibt unvergessen.

Unizeit:
Nachdem ich mich also daran gewöhnt hatte, dass es doch eher etwas spontaner zugeht, dass die Klausuren, Prüfungen und Klassen sich doch letzendlich erst am letzten Tag festlegen und höchstwahrscheinlich verschoben werden, habe ich es einfach genossen mit den Chilenen die Zwischenzeit zu verbringen. Es ist echt wunderbar, dass nicht jeder gleich ans Internet verschwindet;) Die Uni selber kann man aber nicht unbedingt total ernst nehmen, Gelernt habe ich nicht soviel neues, allerdings viel über Arbeitsweisen, an Sprache und über das Land. Für meine Eindrücke über die Raumplanung war das Studium echt genial.

Freizeit:
Natürlich ist in meinem Auslandssemester auch das Partyleben nicht zu kurz gekommen. Zum einen habe ich viel Zeit mit den anderen Austauschstudenten verbracht (eine Brasilianerin, zwei Deutsche, ein Deutscher, Ein Franzose, Drei Kolumbianerinnen, Ein Kolumbianer, zwei Argentinier und die SPRINGIES). Diese Zeit war super und wir hatten eine geniale Gruppe. Ich habe sie sehr ins Herz geschlossen. Allerdings habe ich das nicht weniger die Chilenen. Sie haben mich super aufgenommen, mich zu sich nach Hause eingeladen, mich auf die Parties fleißig mit genommen und mich Chilenisiert (PisCola und Pisco Sour gehören einfach auf eine gute cilenische Party dazu). Allerdings liebe ich auch die Abende an denen einfach alle singen, einer Gitarre spielt und man merkt, wie schön sie alle singen können. Auch die Gruppenarbeiten in der Uni waren super und ich habe zu meinen Gruppen und zu vielen Leuten noch regen Kontakt. Dieser gestaltet sich natürlich vor allem über Facebook. Ich habe doch recht viel kennengelernt und schätzen gelernt. Insgesamt habe ich aber auch viel entdecken können und reisen können. Chile hat viel zu entdecken und noch lange nicht habe ich alles gesehen. Insgesamt habe ich sehr viel neues ausprobieren können, wie zum Beispiel Surfen, Skifahren, Sandboarden, etc…. Das hat sich von vorne bis hinten gelohnt und das ein oder andere werde ich auf jeden Fall nochmal machen.

Musik:
Die Musik der Chilenen die vor allem auf Parties gehört wird ist der Reggaeton und Kumbia. Reggaeton handelt vor allem von Sex, Abschleppen und unsterblicher Liebe. Allerdings gefeällt er nicht jedem, ist aber gut zum Party machen und einige Lieder gehören für mich einfach dazu. Kumbia wird vor allem durch la Noche und Americo präsentiert und ist typisch Chilenisch. Die argentinier hören noch einen anderen Kumbia. Nebenbei gehören natürlich Manuel Garcia, Victor Jara und Los Jaivas zu der eher typischen Lateinamerikanischen „Denker“ Musik. Philospophiosch ruhig und schön. Sicherlich mit die Musik die mir am längsten erhalten bleibt, neben dem lateinamerikanischen Rock und der AndinenFolklore. Die argentinische Musik gefällt mir zu großen Teilen sehr gut .
So, nun habe ich also einen kleine Überblick über die vergangenge Zeit gegeben. Über unsere Reise habt ihr ja alles im Blog lesen können.
Nun will ich euch natürlich auch noch mitteilen was ich in Zukunft machen werde;))
Also am 11.02. geht es für mich für zwei Monate nach Kolumbien wo ich bei Diana, meiner kolumbianischen Zimmernachbarin, wohnen werde. Ihre Familie freut sich schon total mich aufzunehmen;) Mein Praktikum werde ich bei der Junta de la Semana Santa machen, wo ich was über die Deklaration der Osterprozessionen zum Weltkulturerbe schreiben werde. Ich weiß noch nicht 100% wie es wird. Es geht auf jeden Fall darum, die touristischen Produkte Popayáns und ihren Beitrag für die Entwicklung der Region zu untersuchen. Zudem um einen konzeptionellen Beitrag, wie die Region weiterhin davon profitieren kann (es gab starke Geldprobleme in der vergangenheit)und wie vor allem die UNESCO Deklaration sich auswirkt. Von Der GTZ in Ecuador habe ich nachdem ich zunächst eine Absage bekommen habe, erneute Aufforderungen erhalten mich zu bewerben. Dort warte ich noch auf eine Antwort (auch wenn es da eigentlich am 01.03 losgehen sollte) Die GTZ ist also sehr spät und komisch….
Was solls. So, also zunächst mal geht es also für mich mehr oder minder überraschend nach Kolumbien mit einem Projekt, was sich so ergeben hat. Wie genau das wird, weiß ich noch nicht und ich werde euch auf dem laufenden halten.

So, Unitechnisch hoffe ich dann den Vertiefungsentwurf damit erledigt zu haben. Ich werde dann wieder kommen und endlich wieder mit euch teilen, mit euch ein Bier trinken, ums GB III laufen etc.
Ich vermisse euch Meppen, Dortmund etc. auf jeden Fall und freue mich von euch zuhören.
Herzliche Grüße von mir und alles weitere dann wieder auf dem Blog, eure Franzi

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