An diesem Wochenende habe ich mit der Camara de Comercio (Handelskammer), welche einen Tourismusbeauftragten hat einen Ausflug zum Vulkan Puracé gemacht.
Dieser hat genau 4850m. Wir sind mit Popayán auf einer Höhe von ca. 1670m. Früh morgens um 5 ging es dann also auf mit ca. 20 anderen Personen (Akteure des Tourismus, Gäste aus einem nahegelegenen Ort und einem Freund von mir) zur Schwefelmine (Mina de Azufre), wo wir in einer Hütte übernachten werden auf ca. 3600m. Nach einem reichhaltigen Frühstück (hier gibt es zu jeder Mahlzeit Reis, auch zum Frühstück) geht es dann los und wir marschieren in Richtung Vulkan! Bei schönem Wetter kann man den Vulkan von Popayán aus sehen, dass ist mir leider noch nicht passiert.
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Auf diesem Link könnt ihr aber Fotos sehen.
Nun denn, wir haben uns also aufgemacht zum Vulkan. Der Anstieg fing schon recht anstrengend an, da wir stetig eine relativ starke Steigung hatten und natürlich die Gewöhnung an die Höhe fehlte.
Nun denn, der Aufstieg soll ca. 3-4 Stunden dauern- Bei meiner Kondition also auf jeden Fall 4 Stunden. Die alte Militärbasis ist eine zwischenstation. Von dort geht es dann auf die letzten 2,4 Kilometer zu, welche allerdings ca. 800 Höhenmeter mit sichbringen und von daher vor allem auf den letzten Metern eher eine Qual sind.
Die Wetterbedingungen sind jedoch unglaublich schlecht gewesen. Nach kurzer Zeit konnte man fast kaum noch seinen Vordermann sehen, was hat unglaublich geregnet und der Wind kam horizontal von der Seite, so dass man sich stetig gegen den Wind drücken musste. Von der Kälte abgesehen war der Aufstieg also wirklich eien Grenzerfahrung. Wir sind an diesem Tag in unserer Gruppe bis genau 500 m!!!!!!!!!!!! vor dem Krater gekommen, bevor wir dann umgedreht sind. Die schnellere Gruppe vor uns hat uns mitgeteilt, dass man nichts sehen kann oben und das die Bedingungen schlechter und schlechter sind. Einige Personen sind schon vom Wind geschoben worden. Uns fehlten also ungefähr 100 Höhenmeter und 500m bis zum Ziel, also uns das Wetter zur Umkehr zwang. Dort oben hat es mich so geärgert, dass der Berg uns wieder in die Knie zwingt und der erfolgreiche Aufstieg mir verwehrt blieb, jedoch wäre es ein zu großes Risiko gewesen weiterzugehen, da ich mich so kaum noch gegen den Wind wehren konnte und die Guides das ebenfalls nicht verantworten wollten. Nun denn, ich komme eben wieder:) Das große Pech für die Leute die oben am Krater angekommen sind, war jedoch, dass sie ihn nicht mal gesehen haben. Eine Person wäre fast hineingefallen, dass wäre zwar nicht so schlimm gewesen, weil er ja geschlossen ist. Allerdings besteht der Krater aus reinem Sand und man rutscht besonders bei dem Regen immer wieder hinab.
Nun denn, wieder an der Basis sind wir dann auf die Gruppe gestossen, die den Aufstieg garnicht erst weiter versucht hat und die uns mit einem Lagerfeuer empfangen haben. Danach ging es zurück zur Schwefelmine, wo es leider kaltes Essen gab und wo wir dann unser Nachtlager vorbereitet haben. Da wir soviele Personen waren, haben wir teilweise mit zwei Personen in einem bett geschlafen und auf dem Fußboden in Zelten. Leider konnten wir kein Feuer machen, da es so sehr geregnet hat, die Duschen waren natürlich eiskalt. so dass uns nur übrig blieb neue Kleidung anzuziehen und mit ca. 7 Leuten unter einer Decke in einem Bett zu sitzen und zu versuchen ein wenig Wärme zu entwickeln.
Am nächsten Tag hatte ich also eine wunderbare Erkältung und in der Nacht habe ich auch nicht geschlafen.
Am Sonntag sind wir dann nach Coconuco gefahren, wo wir Rappel machen wollen an diesem Wasserfall.
Ich habe zwar Höhenangst und dachte ich mache das. Allerdings war ich dann oben, bereits angeschnallt und es gesichert und wollte gerade anfangen mich abzuseilen, als ich beschlossen habe es geht nicht. An dieser Wand seilt man sich einfach ab, es gibt kaum Möglichkeiten direkt mit den Füßen an der Wand zu sein und die ersten 5m fällt man quasi in ein Loch. Nun denn. Schlussendlich konnte ich es einfach nicht machen und habe mich wieder hochziehen lassen. Eine Erfahrung mehr. Nach allem was ich so in Lateinamerika ausprobiert habe, bin ich mir sicher dass das nicht die Art von Nervenkitzel ist, die ich brauche;)
Ich habe es dennoch genossen diesen Aufsflug zu machen, auch wenn ich vielleicht nicht beides mit Erfolg zu Ende gebracht habe, so war doch die Erfahrung auf 4760 Metern gegen die harten Bedingungen ankämpfen zu müssen und ca. 150m nichts unter sich zu haben und neben einem Wasserfall an der Wand zu hängen durchaus sehr interessante Erfahrungen, die ich nicht missen möchte. Mein Körper hat sich gestern aber erstmal an das Bett gekämpft. Ich habe den ganzen Tag geschlafen und eine leichte Grippe auskuriert!
Diese Woche geht es dann weiter mit meiner Arbeit, bevor ab dem nächsten Wochenden die Semana Santa anfängt in welcher ich aus der Arbeit einfach nicht mehr herauskommen werde.
So, nun aber meine herzlichsten Grüße an euch und bis bald.
Ich freue mich schon euch alle/zumindest die Dortmunder bei Malte in der Wohnung begrüßen zu dürfen;)




